CyberGhost Testbericht: Erfahrungen und Kritik zur Anonymität

Cyber-Ghost VPN

€4.00
Cyber-Ghost VPN
7.6

Geschwindigkeit

8.8/10

Schutz/Privatsphäre

7.6/10

Anonymität

7.0/10

Bedienung

9.2/10

Kundenservice

6.9/10

Positiv

  • Deutschsprachiger Anbieter
  • Einfache Handhabung auf allen Geräten
  • Sinnvolle Zusatzfunktionen
  • Absolut Preiswert
  • Kostenlos unbegrenztes Testen!

Kritik

  • Nicht alle Server bieten maximale Geschwindigkeit
  • Zusatzfunktionen verwenden Proxy-Funktionen (potenziell unsicher)
  • Limitierung auf maximal 5 Geräte pro Benutzerkonto
  • Man muss Geräte aus dem Benutzerkonto löschen, bevor man andere verwenden kann.
  • Zusammenarbeit auch bei Bagatelldelikten in Deutschland

Wir haben CyberGhost VPN nach den folgenden Kriterien beurteilt und getestet:

  • Geschwindigkeit der VPN-Verbindungen
  • Schutz der Privatsphäre
  • Anonymität mit dem Service
  • Installation und Handhabung
  • Kundenservice bei Fragen oder Problemen
  • Preis und Tarife

Geschwindigkeit der CyberGhost Verbindungen

CyberGhost verfügt über Server in 30 Ländern. In manchen Ländern stehen auch mehr als 1 Server zur Verfügung. Wir haben alle Server testen können über einem Zeitraum von 3 Monaten. Dabei ist uns aufgefallen, dass es einen Unterschied ergibt, wenn man dabei die Sicherheitsfunktionen (Trackingblocker, Virenschutz, Phishingblocker usw.) einschaltet. Das liegt daran, dass diese Service über zusätzliche Proxy-Server geroutet werden und die Datenpakete um diese filtern zu können zuerst öffnen und danach weiterleiten. Dadurch bricht die Geschwindigkeit gegenüber reinen VPN-Verbindungen um 15-20% ein, dies war auch in unseren Tests schwanken und hängt vermutlich auch von der Anzahl der gleichzeitigen Nutzer zusammen.  CyberGhost bietet, auch eine Komprimierungsmöglichkeit, die die Geschwindigkeit verbessern soll. In unserem test waren aber kaum wahrnehmbare Verbesserungen zu bemerken. Im Idealfall gleichte die Komprimierung der Daten den Verlust durch die Proxy-Dienste aus, mehr aber nicht.

Darum raten wir generell davon ab, diese zusätzlichen Funktionen zu verwenden, wenn man Videostreaming oder Filesharing/Torrent nutzen will.

Schutz der Privatsphäre im Internet mit CyberGhost

CyberGhost verwendet OpenVPN Verschlüsselung, welche auch heute noch als sicher gilt. Da man bei der Einrichtung eigentlich kaum etwas falsch machen kann, ist auch sichergestellt, das die Daten zuverlässig geschützt werden. Der eigene Internetanbieter oder auch Betreiber öffentlicher WLAN Hotspots usw. können dadurch nicht mehr erkennen, welche Daten man überträgt. Indem man eine IP-Adresse des Zielservers zugewiesen erhält, erscheint man auch für Services oder Webseiten, welche man nutzt geschützt durch eine anonyme Identität. Wir haben auch herausgefunden,, dass man zumindest auf den PC/Mac Versionen der Zugangssoftware in den Einstellungen die Kennung des eigenen Browser verändern kann. Das ist eine sehr sinnvolle Funktion und diese hilft auch noch weniger Identifzierbar zu sein. Wenn man die Zusatzfunktionen (nicht vorhanden beim kostenlosen Tarif) einschaltet kann man auch relativ einfach und zuverlässig sämtliche Trackingcodes auf Webseiten und damit sogar Werbung blockieren. Zusätzlich werden dann alle übertragenen Daten auf Malware oder Schadsoftware überpfüft und gefiltert. Das ist nicht nur komfortabel, es trägt auch zur Sicherheit bei, weil man sonst keine Einstellungen vornehmen muss.

Anonymität: Ist man mit CyberGhost Anonym?

CyberGhost hilft, sich im Internet anonym zu bewegen! Aber der Anbieter kooperiert auch nach den geltenden Gesetzen in Rumänien, mit den Behörden innerhalb der EU und auch mit Kanada und den USA. Dazu ist es für CyberGhost durchaus möglich nicht nur die IP-Adresse des Benutzers zu speichern, sondern auch dessen Aktivitäten und sogar übertragene Inhalte, sofern der Benutzer die Zusatzfunktionen aktiviert hat. Wirkliche Anonymität ist damit nicht gegeben, im Normalfall aber für die meisten Benutzer durchaus ausreichend. Bei Filesharing ist dennoch Vorsicht geboten, da auch Verstöße gegen Urheberrechte zu den behördlichen Anfragen gehören können.

Installation und Verwendung auf verschiedenen Geräten (Software & Apps)

Die Zugangssoftware und Apps von CyberGhost sind optisch schon sehr ansprechend gestaltet. Auf einer grafischen Oberfläche wird einem der aktuelle Standort dargestellt. Dies hilft natürlich auch Laien oder Anfängern einfach zu verstehen, was gerade passiert. Zusätzlich ist die gesamte Software/Apps natürlich auch in Deutsch.

CyberGhost Smartphone App
CyberGhost Smartphone App
CyberGhost Smartphone App Zusatzfunktionen
CyberGhost Smartphone App Zusatzfunktionen
CyberGhost VPN PC Zugangssoftware
CyberGhost VPN PC Zugangssoftware

Es gibt aktuell Versionen kostenlos für Windows, Mac OSX, Android und Apple iOS Geräte. Auch die Zusatzfunktionen (Nicht beim kostenlosen Tarif) sind einfach und verständlich zu aktivieren oder zu deaktivieren. Das ist alles Spitze. Außerdem kann man eigentlich auch ohne einem bezahlten Tarif sofort loslegen, denn die Software ist so eingestellt, das man wenn man keine Benutzerdaten angibt, sofort die Funktionen des kostenlosen Tarifes zur Verfügung stellt.

Dies ist einerseits komfortabel, wenn  man dann aber sich beim Premiumtarif einloggen will, dann muss man dazu vorher das gerät etwas umständlich vorher anlegen. Warum man dies so kompliziert macht ist uns nicht ganz verständlich, aber man macht dies ja nur selten, immer nur bei der ersten Verbindung mit einem neuen Gerät.

Wenn man einmal Hilfe braucht. Der CyberGhost Kundenservice.

Der Kundenservice ist über „Tickets“ oder per E-Mail erreichbar. Dieser spricht auch deutsch, auch wenn dieses manchmal mit einigen Rechtschreibfehlern gespickt ist. Dafür erkennt man dadurch aber auch sehr schnell, wo man nur automatische Antworten erhalten hat oder sich ein Mitarbeiter tatsächlich mit der Anfrage beschäftigt hatte. In unserem Test waren dies gemischte Ergebnisse, zwischen sehr guten Antworten und eher etwas lieblosen teilweise vorgefertigten Texten. Oftmals reicht aber eine Suche in den ganz gut organisierten FAQ Antworten auf der Webseite in Deutsch. Auch Installation und Inbetriebnahme sind gut und verständlich erklärt oder eigentlich selbsterklärend umgesetzt. Wir finden, dass ein deutscher Service gut ist, es gibt aber  Verbesserungspotential dazu.

Die Tarife, Preise und Leistungen von CyberGhost VPN

Kostenloser Tarif

Im kostenlosen Tarif erhält man Zugang zu 10 verschiedenen Servern in 5 Ländern, welche nicht gerade durch extreme Geschwindigkeit aufgefallen sind.  Was aber zur Verwendung auf einem Smartphone im Normalfall nicht weiter störend ist. Leider aber nicht wirklich brauchbar auf dem eigenen PC, und schon gar nicht für Videostreaming oder Filesharing. (Das ist übrigends blockiert bei der kostenlosen Variante)

Premium Tarife

Im Premiumtarif erhält man Zugriff zu 600 Server in 30 Ländern, und angeblich 5x facher Geschwindigkeit. Darüber hinaus gibt es eben die Zusatzfunktionen die diesem Tarif vorbehalten sind: Trackingblocker, Werbeblocker, Phishingschutz, Schadsoftwareschutz, Virenschutz, Komrpimierung des Datenverkehres für bessere Geschwindigkeiten, Änderungen der Browserkennung des Gerätes.

Preise CG Premium Tarif

  • 1 Monat zur Nutzung eines Gerätes: €4.99
  • 12 Monate zur Nutzung eines Gerätes: €49.92 (€4.16/Monat)

Preise CG Premium PLUS Tarif

  • 1 Monat zur Nutzung bis zu 5 Geräten: €7.99
  • 12 Monate zur Nutzung bis zu 5 Geräten: €79.92 (€6.66/Monat)

Unser Fazit zu CyberGhost VPN:

CyberGhost ist eine einfach und ziemlich komfortable Lösung  um einen VPN-Service zu nutzen. Die Zusatzfunktionen machen es auf jedem gerät sehr leicht, eine Grundsicherung und Zugriff auf Inhalte aus anderen Ländern zu erhalten. Der IP-Adresswechsel (Identitätswechsel) klappt sehr einfach und schnell.  Im Grunde helfen die Funktionen sehr gut viel mehr Kontrolle über seine eigene Privatsphäre zu erhalten.

Wer Erwartungen hat, auch vor dem Zugriff vor Behörden oder vielleicht auch Geheimdiensten geschützt zu werden und damit vollkommen anonym sein wird, der wird nicht zu CyberGhost greifen. Dazu gibt es sicherlich spezialisiertere Anbieter (NordVPN, Perfect-Privacy VPN und andere). Trotzdem kann man CyberGhost empfehlen, da die Handhabung auch beim täglichen Gebrauch wirklich gut ist.

Quellen/Links:

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2 Gedanken zu “CyberGhost Testbericht: Erfahrungen und Kritik zur Anonymität

    • Geschwindigkeit

      0.00

      Schutz/Privatsphäre

      6.00

      Anonymität

      2.00

      Bedienung

      4.00

      Kundenservice

      7.00

      Der vorliegende Testbericht (Stand 34. Kalenderwoche 2016) ist veraltet und bezieht sich auf die längst nicht mehr aktuellen Cyberghost-Versionn 5.x !

      Die im Testbericht beschriebene, so ansprechende geografische Darstellung der Vorgänge, die beim Wechsel der IPs optisch die Lage der Serverstandorte vermittelte, wich zwischenzeitlich einer einfallslosen, rein funktionellen Kacheloptik im Windows 10 Stil, die zwar Kleingerätebesitzer erfreuen wird; indes wirkt sie auf dem Desktoprechner kalt und nimmt der VPN-Software den Designtouch, der Cyberghost zuvor von allen anderen Konkurrenzprogrammen in seiner Aura abheben lies.

      Sicherlich hat Cyberghost mit neuen Features das Programm aufgepeppt und die jetzt aufgestockte Auswahl auf sechs verschiedene Anwendungsmodi mag dem Nutzer vorgaukeln, er habe mehr Bedienungskomfort, doch bei genauerem Hinsehen stellt man im Vergleich zur Vorversion fest, dass man eher weniger erhält als vorher!

      Die Änderungen der Browserkennung des Gerätes durch den User sind in den Versionen 6.x ersatzlos abgeschafft worden.
      Dies war bis Version 5.x eine der herausragenden Funktionen, die Cyberghost angeboten und von Konkurrenten unterschieden hat.
      Nunmehr findet man ohne diesem Erkennungstool keinen Anhaltspunkt mehr, in welchem Umfang der persönliche Identitätsschutz durch einen veränderten Bypass während der Internetaktivitäten besteht; auch kann man bei mehrfacher Anwahl einer Internetadresse unter verschiedenen Identitäten nicht mehr individuell für eine Herabsetzung der Wiedererkennung sorgen, die bei der automatischen Vergabe von fiktiven Bypassmerkmalen durch den VPN-Betreiber leicht in Kombination mit Besonderheiten der eigenen Konfiguration im Browser einen Fingerprint verursachen kann.
      Eine solche Vorgabe kann bei automatischer Zuweisung das genaue Gegenteil dessen erzeugen, was sie bezwecken soll (beispielsweise wenn Bezeichnungen der Typographiesätze im Schriftenfont nicht zum vom VPN-Betreiber automatisiert benannten Betriebssystem passen, wie bei uns im Verlagsarchiv eingesetzt und während des Surfvorgangs mittels Cyberghost selbst gechecked!). Dies ist umso ärgerlicher, als dass die Vorversion mit der individuell in Jahrgang, Betriebssystem und Version anpassbaren Kennzeichnung eine Variabilität bot, die kein anderes VPN-Programm hatte.

      Auch in der neuen Version wird kein DPI-Bypass offeriert und Enterprise-Anwendungen werden bei Cyberghost im Auftrag deutscher Behörden bei entsprechenden Anforderungen leider zu bereitwillig eingesetzt.
      Hinsichtlich der Auslesung ganzer Datenpakete, die beim Einsatz von Cyberghost nach wie vor durch Header- und Datenteilextraktion eines Komplettpakets möglich ist, haben andere VPN-Anbieter nachhaltig Vorsorge getragen, die Überwachung und Filterung der Inhalte unmöglich zu machen, indem sie nur die klassische Auslesung der Paketheader zulassen.
      Um durch einige Namensnennungen keine schleichende Werbung für irgendwelche Produkte zu betreiben, habe ich der Neutralität halber alle (!) mir bekannten VPN-Programme aufgelistet, die unsere Netzneutralität und den Schutz der freien Meinung und des zensurfreien Datenaustauschs tatsächlich bereit sind, zu wahren. Mit den nachfolgenden Programmen ist im Gegensatz zu Cyberghost die sogenannte Tiefeninspektion von Datenpaketen (Insiderbegriff: „DPI“) nicht möglich:
      12VPN, AceVPN, AirVPN, AnonSphere, Astrill, BitVPN, BlackVPN, BolehVPN, CryptoStar, DarknetMaster, EarthVPN, FinchVPN, GoTor, IDcloak, iVPN, LiquidVPN, LogFree&Secured, MorrissonTogo, Mullvad, NoLimitVPN, nVPN, OpenVPN, PerfectPrivacy, PrivateVPN, ProxyChannel, Proxy.sh, ProxyTunnel, SafeWalk, SecureTunnel, SecureVPN.to, Seed4.me, ShellFire, SilentNetwork, SlickVPN, StrongVPN, SwissVPN, TigerVPN, TorGuard, TunnelR, Unspyable, VPN4all, VPNexpress, VPN.ac, VPNbaron, VPNdeepweb, VPN.ht, VPN.s, VPNshield, VPNunlimited, VPN.uk, VPNuse4all, VyprVPN, Witopia.
      Sie alle (und wahrscheinlich Dutzende mehr, die uns nicht bekannt sind) entsprechen dem „Deep Packet Inspection Protection Standard“ entgegen dem Rest der Anbieter, die die gleichzeitige Auslesung von Header- und Datenteil nicht verhindern …wie beispielsweise Cyberghost.
      Obwohl sie nichts über die Sicherheit des Schutzes eines Programms in dessen Gesamtheit aussagt, ist die DPI-Protection die Grundvoraussetzung, inwieweit ein VPN-Betreiber überhaupt gewillt ist, den Schutz seiner User/Kunden zu gewährleisten.
      Wenn -wie bei dem rumänischen Anbieter Cyberghost- dann noch eingeräumt und in vielen Beurteilungen bestätigt wird, dass er mit den Behörden willig cooperiert, fragt es sich, warum man dann überhaupt noch ein VPN-Programm einsetzen soll.

      Kein Wunder, dass Cyberghost trotz Mängeln einen hohen Bekanntheitsgrad aufweist und viel genutzt wird. Wer im erst seit kurzem boomenden Markt der „Sicherheit im Internet“ versprechenden Software über ComputerBild Jahr für Jahr kostenfreie Premien-Zugänge anbietet, hat schnell die Nase vorn in der Branche. Nur sind diese Werbezugänge zwischenzeitlich arg abgespeckt!

      Auch der Zugang, der jedem jederzeit die Cyberghostnutzung zum Nulltarif bietet, ist im Grunde eine Mogelpackung!
      Entgegen den Ausführungen im Testbericht, der schon einige Zeit zurückliegt, hat Cyberghost dieses Jahr die freie Landes- und Serverwahl gekappt und bietet lediglich stundenweises anonymes Surfen an, dass bei genauerer Betrachtung gar nicht so anonymisiert sicher ist, wie der Anbieter gern glauben machen will. Denn wie könnte es sonst passieren, dass mitten im Surfvorgang auf „delikaten Seiten“ der Schutz plötzlich nicht mehr vorhanden ist, weil er sich im Hintergrund unbemerkt abstellte…?

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